Aufruf zum Klimacamp im Rheinland 2014

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Das ganze rheinische Braunkohlerevier ist von RWE besetzt. Um Kohle abbauen zu können, zerstört der Konzern hier Wälder, Dörfer, Grundwasserspeicher und Ackerland .Seine Kraftwerke heizen mit 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr die Atmosphäre auf – mit katastrophalen Folgen für Ökosysteme und Lebensgrundlagen weltweit.

Das ganze rheinische Braunkohlerevier?!

Ja oder nein… darum geht es hier gerade. Ein paar unbeugsame Menschen hören nicht auf, sich der Zerstörung zu widersetzen. Manche bleiben in den Häusern, Höfen und Gärtnereien, die RWE abbaggern will. Andere besetzen die Bäume, die gerodet werden sollen und pflanzen auf der zum Abraum bestimmten Erde Gemüse an. Seit Jahrzehnten wehren sich Bürgerinitiativen u.a. gegen Zwangsumsiedlungen, Bergschäden, Feinstaubbelastung. Umweltverbände engagieren sich gegen die verheerenden ökologischen Folgen der Kohlepolitik und ziehen dagegen vor Gericht. Wohn- und Freiraumprojekte in der Nähe der Tagebaue zeigen auf, welche Alternativen zu (energie-)verschwenderischen Lebensstilen es gibt. Mit Kunstausstellungen und Lesungen, Exkursionen und Fahrraddemos, (Obst-)Wiesenbesetzungen und Kohlezugblockaden widersetzen sich Umweltbewegte der Zerstörung von Natur und Klima.

Und sie alle bringen die Pläne von RWE zunehmend durcheinander….

So vielfältig wie dieser Widerstand ist, soll auch das Klimacamp im Rheinland werden. In diesem Jahr wird es vom 26. 7. – 3. 8. 2014 in Borschemich am Tagebau Garzweiler stattfinden – nur wenige Meter entfernt vom Schaufelradbagger. Hier kommen wir zusammen, um uns zu vernetzen, unser Wissen auszutauschen, um alternative Versorgungsstrukturen aufzubauen oder unterschiedliche Aktionen gegen den Braunkohlekomplex zu organisieren. Gemeinsam füllen wir das vom Abriss bedrohte Dorf mit Leben: Wenn du den Ort suchst, wo sich der globale Klimawandel an der Wurzel packen lässt: er ist hier!
Das Klimacamp 2014 wird von einem breiten Bündnis getragen: Menschen, die sich in Umweltverbänden organisieren, Menschen aus unterschiedlichen linkspolitischen Richtungen, Klima-Aktivist*innen, die schon seit vielen Jahren im Rheinischen Revier aktiv sind und den Protest der Bürgerinitiativen unterstützen. Wir sind ganz schön verschieden, doch wir haben ein gemeinsames Ziel, das wir erreichen können, wenn wir mehr werden: Das Rheinische Braunkohlerevier als größte CO2-Quelle Europas stoppen und ein Zusammenleben verwirklichen, das auf Solidarität und Lebensfreundlichkeit basiert statt auf Wachstumszwang und Ausbeutung.
Auf dem Klimacamp wollen wir einen lebendigen Ort der Veränderung schaffen, an dem wir unsere Perspektiven zusammenbringen, Unterschiede kritisch-solidarisch diskutieren und unsere Stärken gemeinsam nutzen.
Unterstützt den Widerstand im Rheinland! Organisiert mit uns das Klimacamp! Bringt euch ein, mobilisiert eure Freund*innen oder Gruppen – kommt nach Borschemich am Garzweiler-Tagebau!
Für ein gutes Leben für alle – im ganzen rheinischem Revier und weltweit!

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