Rote Linien gegen den Klimawandel

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Camps und Aktionen im August im Rheinischen Braunkohlerevier

Im August finden im Rheinland vielfältige Proteste, Camps und Workshops gegen den Abbau der Braunkohle und für eine gerechtere Welt statt. Das Rheinische Revier ist die größte CO2-Quelle Europas und treibt damit den globalen Klimawandel an. Durch die Tagebaue werden – entgegen jeder energiepolitischen Notwendigkeit – noch immer Menschen zwangsumgesiedelt und Dörfer und Landschaften zerstört. Das Rheinland ist daher seit vielen Jahren ein wichtiger Ort des Protests, wo sich vielfältige Akteure gegen den Abbau der Braunkohle stellen. Sie engagieren sich für eine globale Energiewende von unten und für einen gerechten Strukturwandel in der Region. Im August 2017 kommen viele Menschen in das Rheinische Revier um Rote Linien gegen den weiteren Braunkohleabbau zu ziehen!

Bildung und Vernetzung auf drei Camps

Vom 18. bis 29. August 2017 werden drei Klima- und Zukunftscamps im Rheinland stattfinden: das camp for [future], das Klimacamp im Rheinland und das Connecting Movements Camp. Auf den Camps wird Vernetzung mit Menschen aus ganz Europa und aus unterschiedlichen politischen Bewegungen ermöglicht und Alternativen werden erlebbar gemacht. In Bildungs- und Kulturveranstaltungen beschäftigen sich die Camps mit Braunkohlewiderstand, Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Feminismus, einer ökologischeren Landwirtschaft und vielem mehr!
Auf dem Klimacamp im Rheinland wird außerdem zum dritten Mal die Degrowth-Sommerschule ausgerichtet, in der in mehrtägigen Kursen Alternativen zu einer kapitalistischen Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt werden.

Aktionstage im Rheinland 2017

Vom 24. bis 29. August 2017 werden dann bei den „Aktionstagen im Rheinland” vielfältige Proteste gegen den Braunkohleabbau stattfinden: an verschiedenen Orten werden viele Menschen solidarisch nebeneinander für das Ende der Braunkohleförderung, den Erhalt des Hambacher Waldes und eine globale Energiewende von unten eintreten. Ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und engagierten Einzelpersonen wird eine „Rote-Linie-Aktion“ organisieren.. Das Bündnis „Ende Gelände” wird Massenaktionen zivilen Ungehorsams organisieren, das Jugendnetzwerk für politische Aktionen JunepA initiiert die niedrigschwellige Sitzblockade „Kohle erSetzen!„, die Kampagne „Zucker im Tank“ unterstützt effektive Kleingruppenaktionen und die Gruppe Animal Climate Action wird ebenfalls in Aktion treten.

Auf vielfältige Weise werden Menschen aktiv und ziehen rote Linien gegen den Kohleabbau: bis hierher und nicht weiter!

Mitmachen!

Komm im August ins Rheinland und beteilige dich an den Camps, den Workshops, den Aktionen und dem Abwasch! Du kannst dich auf viele verschiedene Weisen gegen den Braunkohleabbau und für eine gerechtere Welt für alle einsetzen und dich dabei ausprobieren. Wenn du Lust hast, dich schon vorher in die Organisation der Camps oder der Aktionen zu beteiligen, dann melde dich direkt bei den Gruppen!

4 Gedanken zu „Rote Linien gegen den Klimawandel

  1. Bitte, bitte bleibt da!
    Was wollt ihr in unserem Gebiet?
    Kehrt vor eure eigenen Haustüre!
    Wir brauchen euch hier nicht!
    Ihr mach nur Stimmung und vor allem Krawalle und noch mehr ABFALL!

    Der gesamte Kostenapparat könnte gespendet soviel sinnvolleres mit gemacht werden als die ansässigen Bürger vor euch KRAWALLERN zu schützen.

    Wir, wir die Einheimischen sind mit der Kohle groß geworden und werden damit auch alt werden.
    Also lasst uns damit bitte in RUHE und bleibt zu Hause – wo auch immer das ist – hier kann es ja nicht sein!

    1. wir sind auch mit Atomktaft groß geworden, was sagt das über die Qualität der Angelegenheit aus?

      Mach mal Urlaub, wo immer das auch ist.

  2. Hallo Anonymous,
    die Aktionstage im Rheinland dürften Dir hoffentlich gezeigt haben, dass das mit den Krawallen, auch wenn das ein sehr schwammiges Wort ist, eine Fehleinschätzung war. Es ist richtig, dass die Leute in der Region mit der Kohle aufgewachsen sind, hoffentlich müssen sie damit nicht alt werden, sondern mit Existenzmöglichkeiten, die weder Dörfer noch Land(wirt)schaft abbaggern, noch die Lebensgrundlagen für alle Menschen gefährden. Ein sozial-ökologisches und demokratischeres Rheinland, das wäre doch super! Mit dem Camp haben wir dieses Jahr einen Beitrag dazu geleistet, z.B. mit der Podiumsdiskussion in der Stadthalle Erkelenz. Aufgrund der Reaktionen, die wir von vielen Anwohner*innen und auch Beschäftigten von RWE bekommen haben, können wir davon ausgehen, dass Du mit Deinem Ärger bei weitem nicht für alle Bewohner*innen der Region sprichst. Aber wir sprechen gerne mit Dir, vielleicht ja nächstes Jahr auf dem Camp?
    Beste Grüße,
    Christopher vom Klimacamp

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